Deutsches Maler- und Lackierer- Museum

Der Silbersaal

Durch die ausgestellten Silberpokale und Humpen hat dieser Erdgeschossraum seinen Namen erhalten.

Die Decke dieses Raumes ist mit Stuckgesimsen und Stuckbändern gestaltet und in hellen Farbtönen gestrichen.

An den Wänden sind auch hier, wie in Foyer und Fahnensaal, Kassettenfelder mit Licht- und Schattenfarbtönen auf vollkommen glatten Wandflächen angedeutet.
Aufgemalte Stoffdrapierungen sowie Motive der Musikwelt und Girlanden mit Bandschleifen ergänzen auch hier die schmückende Ausmalung.

In der Mittelvitrine stehen mehrere Pokale des Hamburger Maleramtes und der Gesellenvereinigungen aus verschiedenen Jahren der vorigen Jahrhunderte.
Zum Beispiel ein 71 cm hoher Deckelpokal im Stil des Frühklassizismus in Vasenform. Die Malergesellen ließen 1787 diesen Pokal mit Zustimmung des Zunftvorstandes auf eigene Kosten anfertigen.
Auf dem ausladenden Fuß tragen zwei nackte Kinderfiguren den großen Trinkbecher mit Laubgehängen, Malerwappen und Inschriften. Der hohe, reich verzierte Deckel wird von der Lukasfigur mit Stier und Palette bekrönt.

Von ihrer alten Funktion, bei Begrüßungszeremonien zum Umtrunk benutzt zu werden, haben diese Pokale, den Namen „Willkommen“ erhalten. Einer dieser alten „Willkommen“ wird auch heute noch bei den jährlichen Freisprechungsfeiern der jungen Malermeister benutzt.

Die Amtskette des Hamburger Obermeisters, in der fast alle Älterleute und die Obermeister von der Zunftgründung bis jetzt eingraviert sind, liegt auch in der Vitrine.

Weiterhin widmet sich dieser Raum der Aus- und Weiterbildung mit Lehr- und Gesellenurkunden, Wanderbüchern, Vorlagenbüchern und Zeichenbüchern der Lehrknaben sowie Meisterbriefen und Urkunden.

R.G. 2008

 

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