Deutsches Maler- und Lackierer- MuseumDer ZunftsaalDie hier ausgestellten Gegenstände und Urkunden geben Zeugnis über die Zunftgeschichte des Maleramtes. Auch diese Decke hat Stuckgesimse und eine große Mittelrosette, die farbig abgesetzt ist. Die Tradition der Zünfte reicht bis in das 12. Jh. zurück. Die Gründungsdaten der ältesten Malerämter und Zünfte sind auf einer Schrifttafel beginnend mit Magdeburg eingetragen. In einer Mittelvitrine steht ein innen rot und außen braun gestrichener Kasten, eine „Gesellenlade“ mit folgender Aufschrift: „Der Semtligen Mahler Gesellen Ihr Zeit und armen Geldt Lade“ aus dem Jahr 1690. Die älteste urkundlich nachgewiesene Berufsorganisation im deutschen Maler- und Lackiererhandwerk entstand in Magdeburg. Im Jahr 1197 verlieh der Magdeburger Erzbischof Ludolf den Schilderern (scildere) und Sattlern der Elbestadt das Innungs-Privileg. Ein Ausschnitt dieser Urkunde ist bei uns als Kopie anzusehen. Ebenso auch eine Kopie der Gründungsurkunde der Erfurter Zunft von 1514 und die des Hamburger Maleramtes aus dem Jahr 1375 mit der Übersetzung in hochdeutscher Schriftsprache. In weiteren Vitrinen zeigen wir die Veränderung des Malerwappens und Urkunden, in denen Friedrich VI. und Friedrich VII. von Dänemark den Zunftgerechtigkeitsartikel des Maleramtes Altona von 1767 bestätigen. Eine Farbkopie zeigt die Elbkarte, die der Maler Melchior Lorichs 1567 auf einer 12 Meter langen Leinwand gemalt hat. R.G. 2009
|
|||||
| Rundgang Start | Fahnensaal | Zunftsaal | Silbersaal | ||